MTD 243-670 Manuale Utente Pagina 73

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um bereits die Synthese der oben genannten selenfreien Hydrogenase zu
induzieren. In β-Glucuronidase-Reportergen-Tests unter Verwendung des vhc-
Promotors, welcher nur bei Selenmangel aktiv ist, wurde in der vorliegenden Arbeit
gezeigt, dass auch in M. voltae ab einer Selenitkonzentration von 100 nM und
darunter bereits ein Selenmangel vorliegt. Denn ab dieser Konzentration wird das
Reportergen bereits im Stamm V1 exprimiert.
Zusammenfassend kann bemerkt werden, dass es in M. voltae bei einer
Selenkonzentration von 100 nM bereits zu einer Antwort auf Selenmangel kommt.
Ob die Wachstumsrate dabei schon reduziert ist, ist jedoch nicht bekannt.
In Wasserproben aus verschiedenen Flussmündungen wurden Selenkonzentrationen
zwischen 0,1 und 63 nM vorgefunden (Conde & Sanz Alaejos, 1997) und liegen
damit deutlich unter 100 nM. Im natürlichen Lebensraum von M. voltae scheint
anhand dieser Angaben der Selenmangel ein durchaus üblicher Zustand zu sein.
Prinzipiell kann man sich zwei verschiedene Anpassungsmöglichkeiten von M. voltae
an Selenlimitierung vorstellen. Die eine ist die Expression selenfreier Isoenzyme, wie
im Fall der Hydrogenasen Vhc und Frc. Dadurch könnte sichergestellt werden, dass
in der Methanogenese genügend Elektronen zur Reduktion des CO
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zu Methan zur
Verfügung stehen. Die andere Möglichkeit wäre die Erschließung einer zweiten
Selenverbindung, wenn die eine nicht mehr oder nur in geringem Maße zur
Verfügung steht.
Als alternative Selensubstrate kämen die oben erwähnten flüchtigen, organischen
Selenverbindungen wie beispielsweise das DMSe in Frage, da diese in der Umwelt
häufig anzutreffen sind. Die Löslichkeit des DMSe in Wasser wurde in
vorangegangenen Arbeiten bestimmt (Guo et al., 2000). Gibt man 0,2 ml
gasförmiges DMSe in ein geschlossenes Gefäß mit einem Volumen von 21 ml zu
Wasser, dann war die Konzentration, abhängig vom Flüssigkeitsvolumen und von
der Temperatur, im Wasser bis zu 31 mal höher, als in der Gasphase. Zwischen
4 und 40°C war im Wasser stets mehr DMSe gelöst. Diese Verbindung kann daher
zur Detoxifizierung, aber auch als Selenquelle genutzt werden.
So sind zahlreiche Organismen in der Lage das DMSe bei Zugabe von Selenit zur
Entgiftung zu bilden. Beispielsweise wurde dies für eine Chlorella-Art (Fan et al.,
1997) und auch für einige Vertreter der Bacteria gezeigt (Doran & Alexander, 1977;
Dungan & Frankenberger, 2000; Van Fleet-Stalder et al., 2000 ). Bei Archaea wurde
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