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Genbanken durch Koloniehybridisierung identifiziert. Für beide Verfahren wurde die
Sonde I verwendet, die an das Gen sdmA bindet. Das Fragment für die Markierung
wurde mit den Oligonukleotiden p2sonde3´ und p2sonde5´ amplifiziert. Bei der
späteren Hybridisierung mit der Sonde betrug die Temperatur 55°C. Zunächst wurde
aber die Mindestzahl der zu untersuchenden Phagen berechnet. Aufgrund der Größe
des M. voltae-Genoms von 1900 kb (Sitzmann & Klein, 1991) ergab sich daraus eine
theoretische Anzahl von 1750 zu untersuchenden Phagen, wenn ein Gen mit einer
Wahrscheinlichkeit von 99 % gefunden werden sollte (Clarke & Carbon, 1976). Mit
den Phagen aus positiven Plaques der Southern-Hybridisierung wurden erneut XL1-
Blue MRF´-Zellen infiziert. Die Exzision der Plasmide erfolgte durch Koinfektion der
Zellen mit Hilfe eines Helferphagens, der den Replikationsstartpunkt f1 auf dem
Lambda ZAP II Vektor erkennt. Das ausgeschnittene Produkt ergibt ein pBluescript
SK (+/-) Phagemid, verpackt in die Phagenköpfe des Helferphagens. Diese wurden
nach Infektion des E. coli-Stammes SOLR
TM
durch eine Plasmidpräparation erhalten.
Zur Kontrolle wurden sie über einen Dot-Blot verifiziert, wobei wieder die Sonde I
verwendet wurde. Als Negativkontrolle diente das Plasmid pBluescript ohne Insert,
das auf dem Dot-Blot kein Signal zeigte. Eine Wechselwirkung der Sonde mit der
Vektorsequenz war damit ausgeschlossen.
Für die Identifizierung des 5´- und 3´-Bereichs des Gens sdmA mittels der
Herstellung einer partiellen Plasmid-Genbank, wurde die genomische DNA mit
Eco RV behandelt. Eine Schnittstelle dieses Restriktionsenzyms befindet sich auch
in dem Gen sdmA (Abb. 5). Nach der Behandlung der chromosomalen DNA würde
man zwei Fragmente erwarten, die jeweils einen Teil des Gens sdmA tragen sollten.
Ihre Größen wurden durch eine Southern-Blot-Analyse mit der Sonde I
ermittelt (Abb. 6). Die Hybridisierungstemperatur betrug dabei 55°C. Das eine
Fragment hatte eine Größe von ca. 2 000 und das andere von ca. 1 200 bp. Die mit
Eco RV behandelte DNA wurde dann über ein 0,8 % Agarosegel aufgetrennt und die
Fragmente aus den Bereichen um 2 000 bzw. um 1 200 bp ausgeschnitten, eluiert
und zur Erstellung von zwei, den beiden Bereichen entsprechenden, partiellen
Genbanken verwendet. Nach der Koloniehybridisierung mit der Sonde I wurden
positive Klone aus beiden Genbanken isoliert und die Ergebnisse über einen Dot-Blot
verifiziert. Als Negativkontrolle diente der Vektor Topo pCR 2.1 mit einem bekannten
Insert, das mit Sonde I kein Hybrid bilden sollte. Die Negativkontrolle zeigte kein
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